Fußgeruch bekämpfen

Was hilft gegen Fußgeruch?

AKTUELL (März 2020): Vorsicht: Früher wurden bei Schweißfüßen und Fußgeruch Baumwollsocken empfohlen. Sie sind zwar besser als Socken aus synthetischen Material, doch haben sie das Problem, dass sie nur sehr langsam trocknen, wenn sie den Schweiß schon aufgesaugt haben. Also läuft man in nassen Socken weiter und in dieser Feuchtigkeit und Fußwärme fühlen sich Bakterien besonders wohl.

1. Was tun bei Fußgeruch?

Jeder Mensch ist anders. Deshalb nutzt nicht jeder Tipp auch jeden. Sie müssen sie ausprobieren. Einen nach dem anderen. Der hilfreichste Tipp steht hier zuerst. Dann folgt der Zweitbeste. Und so weiter. Versuchen Sie sie nacheinander und stellen Sie fest, welcher der Richtige für Sie ist.

Das beste gegen Fußgeruch

ist Barfußlaufen. Da der Fußschweiß in der frischen Luft verdunstet, bevor er von den Bakterien auf der Haut angegriffen werden kann, entsteht auch kein Fußgeruch. Laufen Sie so viel wie möglich barfuß, es ist insgesamt für den Fuß sehr gesund. 

Socken gegen Fußgeruch

Die Socken spielen die wichtigste Rolle, wenn es darum geht, Fußgeruch zu bekämpfen.  Sie haben den direkten Kontakt zur Haut am Fuß. Insofern ist unsere erste und wichtigste Empfehlung, nie Schuhe ohne Socken zu tragen. Denn der Fuß schwitzt und keine Socke kann den Schweiß aufnehmen. So entwickelt sich ein hervorragendes Klima für Bakterien. Vermeiden Sie Socken aus Synthetikfasern, da Bakterien an diesen Fasern leichter haften und sich gut vermehren können. Besser sind Socken aus Naturfasern, wie zum Beispiel Baumwollsocken oder Socken aus Schafswolle. Doch diese Socken haben auch einen Nachteil: sie werden durch den Schweiß feucht – auch sehr feucht. Dann laufen Sie in feuchten Socken, was unangenehm ist und die Vermehrung von Bakterien erneut begünstigt. 

Am Besten vermeiden Sie Fußgeruch mit Socken aus Silberfasern und vor allem aus Kupferfasern. Die Silber- und Kupferfsocken sind antibakteriell, regulieren den Schweiß und zerstören die Bakterien, die den Fußgeruch verursachen.

Information über Socken gegen Fußgeruch finden Sie hier.

Unser bester SOCKENtipp um Fußgeruch zu vermeiden: Socken mit Kupferfasern

Socken mit Kupferfasern sind eine neue Entwicklung aus den USA und Israel. In vielen Länder, z.B. in Israel, tragen Soldaten Kupfersocken. Sie sind antibakteriell und helfen hervorragend den Fußschweiß zu regulieren, Fuß- und Nagelpilz vorzubeugen und insbesondere Fußgeruch zu verhindern. Lesen Sie hier über die interessante Geschichte der Kupfersocken (bonn-copper im Internet).

„… Strümpfe mit Kupferfasern wirken antibakteriell und sorgen somit dafür, dass Bakterien sich nicht vermehren können, was den Fußgeruch reduzieren soll. Zudem sind sie preiswert und oft sehr bequem. Daher eignen sie sich zugleich als Sportsocken sowie für den Alltag“ (sweat-off.com)“

Siehe auch Wikipedia, Schweißfuß, hilfreiche Manßnahmen.

WIE PFLEGE ICH DIE SOCKEN? Socken aus Naturfasern sollten Sie jeden Tag wechseln und bei über 60 Grad waschen, damit die Bakterien abgetötet werden. Socken mit Kupferfasern müssen nicht so oft gewaschen werden, da sie antibakteriell sind und sich sozusagen „selbst“ reinigen. Sie sollen auch nicht über 30 Grad gewaschen werden. Auch dies ist ein Grund, warum Soldaten diese Socken erhalten.

Schuhe gegen Fußgeruch

Wenn Sie unter Fußgeruch leiden sollten Sie nach Möglichkeit Schuhe aus synthetischen Material vermeiden. Im Sommer sind offene Schuhe sehr gut, da die Füße in ihnen viel Luft bekommen. Und in den anderen Jahreszeiten können Sie Lederschuhe oder Schuhe aus Mesh-Gewebe tragen, die atmungsaktiv sind. Geox-Schuhe wurden speziell zur Bekämpfung von Fußschweiß entwickelt und helfen somit auch gegen Fußgeruch. Fragen Sie bei Ihrem Schuhkauf nach der Luftdurchlässigkeit des Materials und sparen Sie nach Möglichkeit nicht an den Schuhen.

Mit Schuheinlagen Fußgeruch bekämpfen

Vielen Menschen helfen auch Schuheinlagen, den Fußgeruch zu bekämpfen, da die meisten dieser Einlagen antibakteriell sind. Man kann es mit Ledereinlagen, Zedernholzeinlagen oder Zimteinlagen versuchen. Die Zedernholzeinlegesohlen von Zederna können wir besonders empfehlen. Sie waren Testsieger in der Sendung „Der Große Haushaltsscheck“ im WDR. Hierbei darf nicht vergessen werden, diese aber regelmäßig durch neue zu ersetzen. Gut gegen Fußgeruch können auch Aktivkohleeinlagen sein, da Kohle bekanntlich Gerüche neutralisiert. 

Lotionen, Deos, Salben und Sonstiges um Fußgeruch zu bekämpfen

Da Aluminiumchlorid die Eigenschaft hat, die Schweißkanäle zusammen zu ziehen, vermindert es die Schweißproduktion. Somit auch den Schweißgeruch. Nehmen Sie es vormittags, bevor Sie Socken oder Strümpfe anziehen. Lotionen ziehen besser in die Haut ein als Cremes oder Salben. Stiftung Warentest hat Deos, Lotionen, Gele, Salben und Tabletten gegen Schweißfüße und entsprechend Fußgeruch getestet.

Hausmittel gegen Fußgeruch

FÜßE RICHTIG WASCHEN: Gegen Fußgeruch hilft, die Füße möglichst täglich, am besten zwei Mal am Tag zu waschen. Nach dem Waschen trocknen Sie Ihre Füße sehr sorgfältig, insbesondere die Zehenzwischenräume. Hierfür können Sie Toilettenpapier oder den Föhn verwenden. Danach sollten Sie sie eincremen, damit die Haut geschmeidig bleibt und nicht austrocknet. Hierfür empfehlen wir insbesondere Fußcremen auf der Basis von Teebaumöl (z.B. von Balea) und Cremen mit einem höheren Ureaanteil, wie z.B. von Gewohl.

AUCH FUßBÄDER KÖNNEN HELFEN, FUßGERUCH ZU BEKÄMPFEN: Fußbäder sind immer eine Wohltat für die Füße. Gegen Fußgeruch hilft es besonders, dem Wasser gewisse Zusätze beifügen. Zwei Esslöffel Natron in warmen Wasser aufgelöst vermindert die Säure an der Haut. Zwei Esslöffel grobes Meersalz, ebenfalls aufgelöst in Wasser, entspannt die Füße. Auch Salbei, sei es in Form einer handvoll frischer Blätter, die man erst in heißem Wasser ziehen lässt,  oder einiger Spritzer Salbeiöl, hilft die Schweißbildung und den Fußgeruch zu bekämpfen. Das liegt daran, dass Salbei antibakteriell und schweißhemmend wirkt. Teebaumöl ist ebenfalls antibakteriell und hilft bei Geruchsproblemen und anderen Infektionen der Haut am Fuß. Das Wasser sollte angenehm warm sein, bei Bedarf kann warmes Wasser nachgefüllt werden. Ein Fußbad sollte nicht weniger als 15 Minuten dauern. Mehr über Fußbäderzusätze kann man auf der Seite von Brigitte lesen.

WIE PFLEGE ICH DIE SCHUHE? Wie pflege ich die Schuhe? Wechseln Sie die Schuhe regelmäßig. Wenn die Schuhe in der Waschmaschine gewaschen werden können, tun Sie dies bei der angegebenen Temperatur und fügen Sie ein Hygienespülmittel hinzu, wie zum Beispiel von Sargotan. Auch sollten Sie Ihre Schuhe regelmäßig desinfizieren. Nehmen Sie hierfür ein Desinfektionsspray (wie z.B. Sargotan oder DenkMit). Sprühen Sie die Schuhe gründlich innen ein, sie können durchaus feucht werden. Über Nacht trocknen sie wieder. 

2. (Fast) alles über Fußschweiß und Fußgeruch

Warum schwitzen wir?

Durch das Schwitzen versucht der Körper die Körpertemperatur zu regulieren. Der Schweiß ist ein wässriges Sekret, das zu über 99% aus Wasser besteht und durch Schweißdrüsen abgesondert wird.  Die Flüssigkeit verdunstet auf der Hautoberfläche und kühlt somit die Haut. Man schwitz sowohl tagsüber als auch nachts. Der Mensch schwitzt insbesondere bei großer Hitze oder großen Anstrengungen. Normal verliert der Mensch etwa einen halben Liter Schweiß am Tag. Bei Hitze oder großen Anstrengungen können es auch an die 6 Liter sein. Und bei sehr harten Sportarten durchaus auch 15 Liter. Dann gibt es aber auch das Stress-Schwitzen, das unabhängig von der Temperatur, von einer Stresssituation ausgelöst wird. In Wikipedia finden Sie umfangreiche Information. 

Warum schwitzen wir besonders an Händen und Füßen?

Der Mensch schwitzt insbesondere an Händen und Füßen weil er hier die meisten Schweißdrüsen besitzt: ca. 500 pro Quadratzentimeter. Dies erklärt sich aus der Evolution: Eine Gefahr, wie z.B. ein wildes Tieres, verursachte einen Adrenalinschub. Dieser löste dann verstärktes Schwitzen aus, besonders an Händen und Füßen. Der dadurch entstandene Schweißfilm ermöglichte einen besseren Halt der Füße beim Laufen und der Hände beim Festhalten an Ästen, Gestein oder Sonstigem .

Wie entsteht Fußgeruch? – Warum riechen Füße nach Käse?

Frischer Schweiß riecht nicht und besteht zu 99% aus Wasser. Erst wenn der Schweiß auf Bakterien stößt, die sich auf der Hautoberfläche des Fußes befinden, entwickelt sich der unangenehme Geruch. Die Bakterien zersetzen den Schweiß, wodurch unter anderem auch Buttersäure oder Ameisensäure entsteht. Diese Säuren riechen sehr streng und unangenehm.

Schätzungen zufolge leidet etwa jeder 4. Deutsche unter Fußgeruch. Also handelt es sich um ein sehr verbreitetes Problem. Und man kann in den meisten Fällen tatsächlich von „Leiden“ sprechen. Denn Fußgeruch, insbesondere wenn er stark ist, kann das Leben der Menschen, die darunter leiden, sehr erschweren. Allein schon die Angst, gebeten zu werden, sich die Schuhe auszuziehen, kann sofort zu einem neuen Schweißausbruch führen. Und somit auch zu noch mehr Fußgeruch. Gerade bei Jugendlichen kann dies große soziale Probleme auslösen.

Fußgeruch ist ein so verbreitetes Problem, dass es viele Namen hat: Stinkefüße, Käsefüße, Käsemauken, Quanten und andere. Sie finden unten ein Kontakformular: Fragen Sie, teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns.

3. Fußgeruch: Ursachen

Falsche Ernährung kann Fußgeruch verstärken

Unsere Ernährung kann sowohl die Menge an Schweiß beeinflussen, die wir produzieren, wie auch den Schweißgeruch. Das Schwitzen selbst wird zum Beispiel durch scharfe, sehr würzige und heiße Lebensmittel und Speisen beeinflusst. Hierzu gehören Suppen, scharfe Soßen, Gewürze wie Pfeffer, Peperonis und Chilis sowie fettiges Fastfood. Auch Schokolade, Weißbrot und Salz können zu einer höheren Schweißproduktion führen. Sie müssen jedoch nicht hierauf verzichten, sondern nur den Konsum reduzieren. Der unangenehme Schweißgeruch kann auch durch zuviel Alkohol verursacht werden, ebenso durch Produkte, die viel Schwefel enthalten, wie Knoblauch und Zwiebeln und verschiedene Kohlsorten. Doch lassen Sie sich auch jetzt nicht abschrecken. Sie müssen auf diese ansonsten gesunden Lebensmittel nicht verzichten. Auch hierbei reicht es, wenn sie davon einfach weniger essen. Auf der Seite der Verbraucherzentrale können Sie mehr über den Einfluss von Lebensmitteln auf den Schweißgeruch lesen.

Socken und Fußgeruch

Vermeiden Sie Socken aus Synthetikfasern. Damit können Sie kein Fußgeruch bekämpfen. An diesen Fasern haften die Bakterien besser und können sich deshalb auch besser vermehren. Aber auch Baumwollsocken. Sie nehmen den Fußschweiß auf und bleiben nass. Lesen Sie hier über die richtigen Socken um Fußgeruch zu bekämpfen.

Die falschen Schuhe

Häufig wird Fußgeruch auch durch falsche Schuhe verursacht. In engen Schuhen wie Pumps, Sneakers oder festgeschnürten Wanderstiefeln kann keine Luft zirkulieren. Dadurch wird die Vermehrung von Bakterien gefördert, die in Verbindung mit dem Fußschweiß den unangenehmen Käsegeruch verursachen. Wenn dieser Geruch sich einmal in den Schuhen festgesetzt hat, kann man ihn meist nur schwer wieder entfernen. Tipps um Fußgeruch aus Schuhen und Stiefeln zu entfernen, lesen Sie im Abschnitt 6. Wenn Sie Fußgeruch bekämpfen möchten, sollten Sie geeignete Schuhe tragen.

Fußgeruch durch Fußpilz

Fußpilz kann ein Grund für einen plötzlich eintretenden Fußgeruch sein. Ob ein Fußpilz die Ursache des Geruches ist, lässt sich feststellen, indem Sie Ihre Füße nach Pilzbefall untersuchen. Man erkennt ihn an Rissen zwischen den Zehen und Schuppen auf der Haut. Er verursacht einen starken Juckreiz.  Fußpilz lässt sich leicht mit einer Salbe aus der Apotheke bekämpfen.

Kann Fußgeruch vererbt werden?

Fußgeruch kann genetisch bedingt sein. Wenn Eltern oder Großeltern darunter leiden oder litten, ist die Wahrscheinlichkeit, selbst unter Fußgeruch zu leiden, höher. Doch auch dann kann man Fußgeruch sehr effektiv bekämpfen.

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, neigen sie wegen der hormonellen Umstellung zu Fußschweiß und Fußgeruch. Jungen sind auch in diesem Altern stärker betroffen als Mädchen. In den meisten Fällen reguliert sich die Schweißproduktion und somit der Fußgeruch wenn die Pubertät beendet ist. Wir empfehlen die Tipps und Empfehlungen, die in Abschnitt 1 aufgelistet sind. Ganz besonders empfehlen sich bei Jugendlichen die Kupferfsocken, da sie schlicht und einfach ein Paar gesunde und völlig normal aussehende Socken anziehen und sich nicht über Pülverchen oder andersartigen – für Jugendliche uncoole – Salben, Cremes oder Gerüchen ärgern müssen.

Das Problem ist den meisten Jugendlichen sehr peinlich, so dass die einfache und angenehmste Lösung die richtigen Socken und Schuhen sind.

Unser bester FUSSCREMEtipp: LIPIDRO FUSSCREME VON GEHWOL

Diese Creme hat einen 10% Ureaanteil. Außerdem hat sie Harnstoffe, Sanddornöl und Avocadoöl, die der trockenen Haut fehlende Lipide zuführen und Wasserverlust und Verdunstung verhindern. 

5.  Kinder und Fußgeruch

Kinder, auch Kleinkinder, können schon unangenehm riechende Füße haben. Beneidenswerter Weise ist es für sie kein Problem. Zumindest nicht, solange sie noch klein sind und nicht von anderen Kindern darauf aufmerksam oder ausgelacht werden.

Man muss wissen, dass Kinder die gleiche Anzahl Schweißdrüsen wie Erwachsene haben. Diese verteilen sich aber auf einer sehr viel kleineren Oberfläche. Ansonsten sind bei Kindern meist falsche Socken und Schuhe am Fußgeruch schuld.

Durch Barfußlaufen können Sie auch bei Kindern am besten den Fußgeruch bekämpfen. Lassen sie Ihr Kind so viel wie das Wetter und der Boden es erlauben, barfuß gehen. Das ist insgesamt sehr gesund für die Füße. Ansonsten ziehen Sie ihnen gute Socken und Schuhe aus atmungsaktiven Material an. Mehr Information über Fußgeruch bei Kindern.

Schuhe regelmäßig wechseln. Einige Schuhe lassen sich auch bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Fügen Sie einen Hygienespülmittel hinzu. Damit dürfte der Fußgeruch weg sein. In die Schuhe kann man aber auch über Nacht Teebeutel (die man vorher gut getrocknet hat, damit sie die Feuchtigkeit und somit auch den störenden Geruch aufnehmen), Kohle (bindet Gerüche) oder eine Zitronenschale legen. Schließlich kann man die Schuhe auch in ein Gefrierbeutel und in die Tiefkühltruhe, den Tiefkühlschrank oder Tiefkühlfach tun. Die Kälte tötet die Bakterien, die den Geruch verursachen. Unabhängig von den oben genannten Tipps ist es gut, die Schuhe regelmäßig zu desinfizieren. Nehmen Sie hierfür ein Desinfektionsspray (z.B. Sargotan oder DenkMit). Sprühen Sie die Schuhe gründlich innen ein, sie können durchaus feucht werden. Über Nacht trocknen sie wieder.